Letzte Aktualisierung: 30.01.2012
Shopping via Facebook für Mehrheit unattraktiv: Überzeugungsarbeit ist gefragt
„F-Commerce“, das Einkaufen via Facebook, hat bei den Social Networkern noch nicht Fuß gefasst. Lediglich zwei Prozent der Facebook-Nutzer haben bis dato via Facebook etwas eingekauft. Nur 15 Prozent äußern Interesse am F-Commerce. Die übrigen 83 Prozent zeigen sich desinteressiert - oder sogar ablehnend. Die große Mehrheit (88 Prozent) zieht den Onlinekauf im klassischen Webshop einem Einkauf via Facebook ganz klar vor.
Über drei Viertel der Facebook-Nutzer sagen aus, dass sie in ihrem Netzwerk ausschließlich kommunizieren möchten. Die Umwandlung ihres „digitalen Wohnzimmers“ Facebook in einen Einkaufskanal ist offensichtlich nicht in ihrem Sinne.
Die W3B-Studienergebnisse zeigen somit deutlich, dass Facebook-Commerce kein „Selbstgänger“ sein wird. Wer die Potenziale des neuen Vertriebskanals nutzen möchte und die Zielgruppe der Social Networker für F-Commerce begeistern will, hat Überzeugungsarbeit zu leisten. Zielgruppenorientierte und überzeugende Angebote sind gefragt. Dafür sollten angehende „Facebook-Verkäufer“ die Einstellungen und Anforderungen ihrer Zielgruppe genau kennen.
So honorieren manche Networker durchaus konkrete Vorteile des F-Commerce – wie die Möglichkeit, dort „Angebote mit Freunden teilen“ zu können (19 %), oder die Bequemlichkeit, weil man „sowieso häufig auf Facebook“ sei (11 Prozent). Und während bestimmte Networker-Nutzergruppen in Facebook-Shops vor allem Exklusivangebote und Fanartikel erwarten, sind andere vornehmlich an Preisvorteilen interessiert. Auch auf die Datenschutzbedenken vieler Networker sollte gezielt eingegangen werden.
Die Daten des W3B-Report belegen, dass F-Commerce bei den Networkern zumeist noch auf Zurückhaltung und Ablehnung stößt. Es wird aber auch deutlich, dass sich ein Großteil der Facebook-User mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt hat. Die Chance, potenzielle Facebook-Käufer mithilfe attraktiver, zielgruppenorientierter Facebook-Shops zu überzeugen, ist somit durchaus gegeben. Der W3B-Report unterstützt seine Leser dabei.
Link: www.w3b.org





