Informationen aus Social Media: Onlineleben gebündelt und auf einen BlickIn den letzten Jahren haben sich Web-2.0-Angebote der verschiedensten Gattungen fest bei ihren Nutzern etabliert. Ob Fotoservices wie flickr, Bookmarking-Dienste wie Mister Wong oder del.icio.us, Videoportale wie YouTube oder Sevenload, Geschäftsnetzwerke a la LinkedIn oder XING, Bloghoster oder Microblogging-Services wie Twitter oder Pownce. Die Bandbreite der unterschiedlichen Dienste ist riesig, jeden Tag kommen neue Angebote hinzu. Den Nutzern steht nahezu für jeden Anwendungszweck ein einzelnes passendes Portal zur Verfügung. Das Phänomen Twitter sorgt für stetigen Austausch von Informationen und Links und versorgt Freunde und Bekannte mit Updates zu allen möglichen Themen. Nahezu jeder dieser Services bietet einen RSS-Feed, der die einfache Weitergabe von Informationen an andere Dienste ermöglicht. Seit kurzem kommen dadurch sogenannte Social Activitiy Aggregators (SAA) in Mode, die einen ganz neuen Weg bieten, mit einem einzigen Profil alle Netzwerkkontakte auf dem Laufenden zu halten: mit dem eigenen Lifestream.
Digitaler Pressespiegel Eine weitere interessante Anwendung ist die Nutzung des Lifestreams als „digitaler Pressespiegel“. Dieser macht die Aktivitäten des Unternehmens oder einzelner Mitarbeiter im Web 2.0 transparent, was zum Beispiel auch für den Wissensaustausch und den Aufbau von Netzwerken genutzt werden kann. Dies ist deutlich einfacher und schneller einzurichten als ein „Social Media Newsroom“ und ist in der Zielgruppe, in der man sichtbar werden möchte, gleichermaßen akzeptiert. Vorrausetzung dafür ist natürlich die aktive Teilnahme an Aktivitäten auf verschiedenen Web-2.0-Portalen, damit der Stream auch „lebt“. Unternehmen haben so die Möglichkeit, sich ihren Kunden auf eine sehr persönliche und direkte Weise zu präsentieren und einen einfachen Zugang zu den Aktivitäten und Informationen ihres Unternehmens anzubieten. Digitale Visitenkarte Langfristig kann der Lifestream auch zu einer Art „digitalen Visitenkarte“ werden: Ein Bewerber wird in Zukunft einfach seine Lifestream-URL bei den Kontaktdaten angeben und der Personaler kann sich die Google-Suche sparen, da alle wissenswerten Dinge aus dem Web im Stream zu finden sind. Der Bewerber hat außerdem die volle Kontrolle darüber, welche Aktivitäten im Stream zu sehen sind und welche nicht, da sich bei vielen Diensten einzelne Items auch privatisieren oder ganz löschen lassen. Personensuchmaschinen gehen hier beispielsweise einen anderen Weg: Sie crawlen einfach alles und ordnen es der Person zu – ein nicht unumstrittener Weg des Reputationsmanagements, da der nicht registrierte Nutzer keine Möglichkeit hat, auf die anzeigten Treffer Einfluss zu nehmen. Als Fazit lässt sich feststellen, dass der Lifestream ein einfacher Weg ist, Informationen zu bündeln und mit anderen Nutzern zu teilen – ob man ihn privat oder geschäftlich nutzt, spielt hierbei keine Rolle. Dadurch, dass die Social Activity Aggregators sehr leicht zu bedienen sind, ist der Einstieg in dieses neue Feld des Web 2.0 denkbar einfach – probieren Sie es einfach einmal aus.
Experte: Herr Christian ClawienChristian Clawien ist PR-Manager der Werbe- und Onlineagentur construktiv in Bremen und Berlin. Zu den Kunden der Agentur gehören u.a. Sony, Schering, Hilti, Handelsblatt.com und die Axel Springer AG. construktiv betreibt neben weiteren Web2.0-Projekten das Portal Mister Wong. Internet: http://www.construktiv.de |









